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Auf dem Jakobsweg zwischen Beuron und Heudorf

Bericht vom großen Pilgertag der Gemeinden 2008

Pilgergemeinde wird von Pater Stephan und Pater Notker gesegnet

Der große Pilgertag der Gemeinden am vergangenen Samstag war nicht nur von Kaiserwetter, sondern auch von Zufriedenheit aller Beteiligten gekrönt. Deshalb wurde kurzerhand beschlossen, was bereits im Visier der beteiligten Initiativen und Gemeinden war: auch im nächsten Jahr, genau am 25. April 2009, findet wieder ein Pilgertag statt. Deshalb zu Beginn die Bitte: sollten Sie am vergangenen Samstag mitgepilgert sein, teilen Sie uns bitte Ihre Wünsche, Anregungen oder Kritik mit, damit wir in Zukunft im Sinne der Beteiligten noch besser planen können.

Über 200 Beteiligte

Genau gezählt waren es 201 erwachsene Pilger, ein Baby, zwei Hunde, ein Pferd und zwei Sanitäter, die unter Jakobskreuz und Muschel von Beuron nach Heudorf pilgerten. Nach der Begrüßung am Beuroner Pilgerdenkmal durch Bürgermeister Roland Ströbele, Vorsitzender von Pro Lebensqualität e.V., und Pater Notker Hiegl OSB empfing die Pilgergemeinde den Segen und wurde von Pater Stephan Petzolt OSB ausgesandt. Die erste Etappe wurde schweigend über die Felder an der Donau ins Liebfrauental absolviert.

Andacht in der Lourdesgrotte

In der Lourdesgrotte fand die erste Statio unter Leitung von Dekan Neckermann (Engen) statt. Anschließend ging die Prozession über Schloss Bronnen nach Buchheim. Bürgermeister Hans-Peter Fritz hielt am ersten Kreuz einen kurzen Vortrag über die Geschichte der bis heute autonomen Gemeinde Buchheim. Auch hier gab Dekan Neckermann einen Impuls zur geistlichen Stärkung.

Startschuss für den neuen “Beuroner Pilger”

Pilgermahl bei St. Stephan in Buchheim

In Buchheim selbst wurde im Bürgerhaus von Mitgliedern des Heimatvereins und Bruder Burkhard vom Kloster Beuron das Pilgermahl ausgegeben. Zur fröhlichen Stimmung trug auch MdL Fritz Buschle bei, der Grußworte als Form moderner Christenverfolgung hinterfragte. Offen blieb, ob der Sprecher oder die Zuhörer die Verfolgten sind. Bürgermeister Ströbele machte nun wahr, was er bereits am Beginn des Pilgertages angekündigt hatte. Er bat alle Beteiligten für die neue Beuroner Pilgerfigur zu spenden. Sie wird 2010 die jetzige Jakobspilgerfigur am Aufgang zur Abteikirche ersetzen, die dann an ihren eigentlichen Bestimmungsort nach Pfullendorf kommt. Das Ansinnen wurde herzlich begrüßt und die herumgereichten Körbe waren entsprechend gut gefüllt. Ein herzliches Vergelt’s Gott und Dankeschön an alle Spender. Nach dem Pilgermahl ging es weiter, vorbei am langen Hans, dem Aussichtsturm am Buchheimer Friedhof, in den Wald.

Grenzen überwinden

An der Gemarkungsgrenze begrüßte Leibertingens Bürgermeister Armin Reitze die Pilger, ehe es weiterging nach Altheim. Dort zeigte man sich von seiner besten Seite. Dorf und Kirche waren herausgeputzt und alle Pilger fühlten sich mehr als willkommen. In der Dorfkirche St. Pankratius erinnerte Pfarrer Senft nach dem Grußwort von Ortsvorsteher Christoph Möhrle daran, dass wir alle trotz Sesshaftigkeit und Sicherheit zur Spezies des Homo viator, des Menschen unterwegs zu Gott gehören. Umrahmt wurde seine Andacht vom Kirchenchor, der durch seine Lieder den festlichen Rahmen perfekt machte.

Der Altar der St. Pankratiuskirche in Altheim

Mutter mit Kind

Manchen wäre es vermutlich am liebsten gewesen, in Altheim ein wenig länger sitzen zu können. Doch der Weg geht weiter und so musste auch dieser Ort wieder verlassen werden, um zum letzten Zielort dieses Tages nach Heudorf zu gelangen. Dekan Christoph Neubrand wartete bereits gemeinsam mit seinen Kirchendienern auf die große Gruppe, die sich in der St. Peter und Paul-Kirche zur Abschlussandacht versammelte.

Altarraum St. Peter und Paul, Messkirch-Heudorf

Sei kein Frosch

Zum Abschluss verkündete Bürgermeister Hans-Peter Fritz, dass auch im nächsten Jahr, am 25. April, ein großer Pilgertag der Gemeinden stattfinden wird. Auch hartnäckige Gerüchte, dass der Weg über das ursprüngliche Einzugsgebiet hinaus fortgesetzt wird, werden wohl in den nächsten Jahren zur Realität werden. Die letzten Zweifel, ob es denn legitim sei, sich einen Tag Zeit für das Pilgern zu nehmen, wo doch in der Regel zu Hause viel zu tun sei, zerstreute Hans-Peter Fritz mit dem Hinweis, dass die Arbeit kein Frosch sei, denn sie hüpft ja nicht davon. In diesem Sinne: Seien auch Sie kein Frosch und kommen Sie nächstes Jahr (wieder) mit.

Stefan Blanz 28. April 2008; RSS-Feed zu diesem Beitrag. Sie können kommentieren oder einen Trackback auf Ihrer Website einrichten.

Eine Reaktion zu “Auf dem Jakobsweg zwischen Beuron und Heudorf”

  1. Franz Winterhalter schrieb am 1. Mai 2008 um 14:32 Uhr

    Es war wirklich ein wunderschöner Tag, der sehr gut organisiert war. Zwei Anregungen hätte ich. Start um 8.00 Uhr mit einer Pilgermesse in Beuron. Endpunkt in Messkirch, statt in Heudorf.

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