Das Jakobskreuz

Immer wieder erreicht uns die Frage, was es mit dem roten Kreuz auf sich hat, das sich auf dem Pilgerausweis, den Prospekten oder dem Pilgerbrief der Beuroner Jakobspilger-, Gemeinschaft befindet. Manchmal wird auch nach dem Schwert gefragt. Das ist nicht falsch. Bei dem etwas martialisch aussehenden Kreuz handelt es sich um das Jakobskreuz. Es ist ein dem Apostel Jakobus dem Großen zugeeignetes Christussymbol. Andere bekannte Kreuze sind das Tau, das Franziskuskreuz, das Andreaskreuz oder das Benediktskreuz. Die Form des Jakobskreuzes lässt sich so charakterisieren, dass der untere Arm des Kreuzes immer zugespitzt ist. Die anderen drei Arme formen sich aus stilisierten heraldischen Lilien.

Ursprünglich war es das Ordenszeichen des spanischen Ordens zum Heiligen Jakob vom Schwert oder kurz Santiagoorden genannt. Die Aufgabe dieses Ritterordens bestand darin, die Pilger nach Santiago zu begleiten und zu schützen. Vermutlich wurde das Jakobskreuz von König Ramiro II. von Aragon (1134 bis 1137) gestiftet und 1175 durch Papst Alexander III. angenommen. Mit der Referenz auf Christus verbunden ist auch der Apostel Jakobus als Volksheiliger der Spanier, der als Helfer bei der Reconquista, dem Zurückdrängen der Moslems aus Europa, angerufen wurde. Nebenstehendes Bild zeigt im Vordergrund einen der Großmeister des Santiagoordens (Alvaro de Luna) mit dem Jakobskreuz auf dem Habit.
Pilgerausweis
