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Die Wallfahrtskapelle Maria, Mutter Europas in Gnadenweiler

Bild der Kapelle Wallfahrtsheiligtum auf dem Gnadenweiler: Maria Mutter Europas

Ein Höhepunkt am Beuroner Jakobsweg ist der Besuch der noch jungen Marienkapelle zwischen Bärenthal und Irndorf. Es weht ein besonderer Geist, durchdrungen von einer Wechselbeziehung zwischen geistlichem Konzept, künstlerischer Gestaltung und der Natur als göttlicher Schöpfung in und um diese Kapelle auf der Hochebene der Schwäbischen Alb. Sie wurde zur 175-Jahr-Feier Gnadenweilers am 9. Juni 2007 (der nichtkanonisierte Festtag Gratia Maria - Maria der Gnaden) geweiht.

In die Glasnische des Gnadenbildes Maria Mutter Europas ist nach außen die Jakobsmuschel eingeätzt. Sie ist durchdrungen vom Sternenkranz Europas, dessen 12-Zahl eine nichtoffizielle Reminiszenz an die 12 Sterne der gekränzten Frau in Offb 12,1, die traditionell mit Maria identifiziert wird.

Im Kirchlein eingeschrieben ist ein Spiel mit der Symbolik heiliger Zahlen: überall ist die Zahl zwölf verwendet worden, 12m hoch ist der Glockenturm, 12m Spannweite hat das Dach, es wird getragen von 12 Dachbalken; die zwölf Stämme des Neuen Bundes und die zwölf Apostel symbolisierend. Drei - die göttliche Zahl - mal vier - die Weltsymbolik - ist zwölf. Die dreieine Taube, drei Stufen zum Heiligtum, um nur das Bedeutendste zu nennen, vereinen sich mit Wind, Feuer, Erde und Luft in und um den Körper des Baues mit seinen vier Seiten zu den Himmelsrichtungen. Drei und vier ist sieben, in ihr werden wir auch verwiesen auf die sieben Gaben des Heiligen Geistes, die sieben Schöpfungstage.

Der Altar, als Arche Noah aus Bärenthaler Tuffstein, hat hier seine Verankerung gefunden. An seinem Heck ruhen neben der Weiheurkunde eine Reliquie der Seligen Schwester Ulrika Nisch aus dem Kloster Hegne am Bodensee und Samtbeutelchen mit der Heimaterde der europäischen Bärenthals. In dieser Erde sind Länder- und Konfessionsgrenzen aufgehoben, es gibt nur noch die eine, europäische Erde unter dem Gotteshaus.

Das Gnadenbild, eine barocke Marienstatue, stammt aus der Zentralschweiz. Maria, Mutter Europas, verehrt von der Christenheit, als Mariam im Koran, eine Frau aus dem Judentum - welch einigende Kraft bringt sie mit! „Der Gedanke der Erhaltung und Re-Evangelisierung Europas für Jesus und Maria prägt schon Jahrzehnte meinen Lebenslauf als Bärenthaler/Gnadenweiler Pfarrer“ schreibt der Initiator, Geistlicher Rat P. Notker Hiegl OSB und “Europäer des Jahres” 2007. Von ihm stammt das geistliche Konzept, das vom Künstler Helmut Lutz aus Breisach umgesetzt wurde.

Zwischen Mai und Oktober finden regelmäßig Andachten statt. Weitere Informationen bietet der Internetauftritt zur Kapelle Maria Mutter Europas.

Ute Pietrzak 18. März 2010; RSS-Feed zu diesem Beitrag. Sie können kommentieren oder einen Trackback auf Ihrer Website einrichten.

2 Reaktionen zu “Die Wallfahrtskapelle Maria, Mutter Europas in Gnadenweiler”

  1. evamaria höffer schrieb am 19. März 2010 um 11:22 Uhr

    es ist tatsächlich ein wunderbarer Ort und in jedem Fall einen Besuch wert - vielen Dank für die Erinnerung und Einladung

  2. ilse Häfele schrieb am 3. Oktober 2011 um 16:44 Uhr

    Wir wollen die Kapelle mit unser Wandergruppe im nächsten Jahr besuchen.

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