Die Pallottiner-Gemeinschaft in Konstanz
1919 erwarben die Pallottiner den ehemaligen Domherrnhofes an der nördlichen Ecke des Münsterplatzes. Es war ein besonderer Wunsch des damaligen Stadtpfarrers und späteren Erzbischofs Konrad Gröber, dem heiligen Josef in unmittelbarem Umkreis des Marienmünsters ein würdiges Denkmal zu setzen. Seither heißt das historische Anwesen St. Josef.

Es beherbergte zur Konzilszeit die französische Delegation, wurde vor rund 400 Jahren wegen des Gymnasiumsbaus der Jesuiten verkleinert und nach der Reformationszeit war es Bischofshof. Die weltweit tätigen Pallottiner, von Vinzenz Pallotti (1795-1850) als religiöse Gemeinschaft gegründet, wollen in Ehelosigkeit einen einfachen Lebensstil führen und Gott und den Menschen selbstlos dienen. Das Charisma des Einzelnen bestimmt seine Berufung. Diese große Offenheit ermöglicht die stete Anpassung an die Bedürfnisse der Zeit. In Konstanz entstand zunächst ein Noviziat, bald wurden Spätberufene aus ganz Deutschland untergebracht. Eine Schule entstand, die später auf das heutige Caritas-Grundstück an der Sonnenbühlstraße umziehen sollte. Die Pallottiner fanden dann aber mit Schloß Hersberg auf der anderen Seeseite ein geeigneteres Anwesen. Und St. Josef wurde während der Naziherrschaft ein Zufluchtsort in Grenznähe zur neutralen Schweiz.
Heute bieten die Pallottiner Gästen, die sich mit der Gemeinschaft und der Kirche verbunden fühlen Urlaubsmöglichkeiten in der altwehrwürdigen Bischofssstadt Konstanz an. Die Möglichkeiten sind auf ein Dreibettzimmer und ein Einzelzimmer begrenzt. Für Jakobspilger, die nur eine Nacht bleiben, wurde eine Pilgerherberge mit vier Betten, WC und Dusche eingerichtet. Pilger werden gebeten, sich sehr frühzeitig anzumelden.
St. Josef Konstanz
Münsterplatz 11
78462 Konstanz
Tel. 07531/238-16
Fax 07531/238-26
Alle Unterkünfte der Pilger-Gastgeber zwischen Tübingen und Konstanz finden Sie unter dem Stichwort Übernachtung.


