Alle Beiträge zum Stichwort Beuron
Wir bemühen uns regelmäßig, die Beschilderung auf den Jakobswegen zwischen Tübingen und Konstanz zu pflegen. Jüngst sind wir die Wege zwischen Beuron und Buchheim sowie zwischen Messkirch und Wald abgelaufen und haben bei Bedarf neue Wegzeichen angebracht.
Wenn Ihnen nicht ausreichende Kennzeichnungen auffallen, schreiben Sie bitte an das Beuroner Jakobspilger-Büro. Nutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular.
Mit dem Herannahen des Festes der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August bricht auch wieder verstärkt die Zeit der Lichterprozessionen an, zu der alle herzlich eingeladen sind.
Auf dem Gnadenweiler
Pater Notker Hiegl lädt wie an jedem 13. in den Monaten Mai bis Oktober auch am 13. August um 20.00 Uhr zur Fatima-Prozession ein. Er schreibt: “Die Gläubigen versammeln sich auf dem Vogelbühl. Kerzen können mitgebracht werden, stehen aber auch kostenlos zur Verfügung. Anschließend wallfahren wir zur Kapelle “Maria Mutter Europas”, wo eine Heilige Messe zu Ehren der Gottesmutter Maria gefeiert wird.
Gläubige bei der Fatima-Prozession mit P. Notker Hiegl OSB auf dem Vogelbühl
Ins Liebfrauental
Wie jedes Jahr, findet auch 2009 wieder die beliebte Lichter-Prozession am Abend des 14. August von der Abteikirche in Beuron ins Liebfrauental statt. Wer möchte, ist bereits zum liturgischen Festbeginn des Hochfestes Maria Himmelfahrt zur Vesper um 18.00 Uhr in der Abteikirche eingeladen. Die Feierlichkeiten werden mit der Komplet fortgesetzt, die an diesem Freitag bereits um 19.30 Uhr beginnt. Gegen 20.00 Uhr beginnt dann die Lichterprozession mit Andacht an der Lourdes-Grotte und endet am Beuroner Kreuz gegenüber des Hotels Pelikan. Das Pontifikalamt des Festes, zugleich Patrozinium der Beuroner Gnadenkapelle, findet am Sonntag um 10.00 Uhr statt.
Kräutersegnung
Die Heiligen Messen am Donnerstag auf dem Gnadenweiler und am Samstag in Beuron bieten auch Gelegenheit, zur traditionellen Kräuterweihe zu kommen. P. Notker erklärt: “Heilkräuter werden schon seit über 1000 Jahren gesegnet. Deren Heilkraft soll durch die Fürbitte der Kirche dem ganzen Menschen zum Heil dienen. Mit den Blumen und Kräutern bringen wir die Schönheit der Schöpfung in den Gottesdienst, der so zu einem sommerlichen Fest der Freude wird.”
Herzliche Einladung an Groß und Klein, an Jung und Alt, aus Nah und Fern.
18. Juli 2009 16:00 bis 1. November 2009 17:00
Sr. Christophora Janssen stellt ihre Gruppe “Suchende” vor.
Noch bis 1. November zeigt die Erzabtei Beuron vor und in der Klosterpforte Werke von Bruder Joseph Belling OSB vom Kloster Maria Laach und von Sr. Christophora Janssen OSB aus der Abtei St. Hildegard in Eibingen. Beide Künstler stellen ihre Kunst in den Dienst des Glaubens und beweisen auf ihre persönliche Art die Lebendigkeit biblischer Motive in unserer Zeit. Interessierte sind herzlich eingeladen zu einem Besuch. Die Ausstellung ist täglich zwischen 8:00 und 11:00 Uhr sowie zwischen 14:00 und 17:00 Uhr geöffnet. Bruder Siegfried Studer OSB macht auf Wunsch Führungen durch die Ausstellung. Anmeldung bitte an der Klosterpforte unter 07466 / 170.

Am 1. Juli wurde offiziell die Sparkassenstiftung der Landesbank Kreissparkasse in Sigmaringen ins Leben gerufen. Anlässlich der Übergabe der Stiftungurkunde durch Regierungspräsident Hermann Strampfer an den Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes, Landrat Dirk Gaerte, hat die Stiftung im Beisein der beiden anderen Vorstandsmitglieder, Landesbankdirektor Dr. Joachim Hermann und Bankdirektor Stefan Häussler, die ersten geförderten Projekte bekannt gegeben.
Jakobspilger-Figur für Beuron
Die Anschaffung einer neuen Jakobspilger-Figur am Aufgang zur Abteikirche gehört zu den Förderprojekten, mit denen die Stiftung ihr Engagement unter anderem für das kirchliche und religiöse Leben im Landkreis Sigmaringen zeigen will. Das jährlich wechselnde Thema widmet sich in 2009 “Landschaft, Kultur und Brauchtum”. Zur Übergabe der Förderzusage durch den Geschäftsführer der Stiftung, Rüdiger Reichelt, wurden Pater Tutilo Burger OSB, Prior des Klosters Beuron und damit Vertreter des Projektträgers, und Stefan Blanz, Geschäftsführer der Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft, in den Hofgarten nach Sigmaringen eingeladen.
Die Geldzuwendung durch die Stiftung stellt einen weiteren Meilenstein bei der Realisierung unseres Figuren-Projektes dar. Wir sind sehr dankbar, dass die Arbeit unserer jungen Jakobspilger-Gemeinschaft diesen Zuspruch erfährt und danken bei dieser Gelegenheit auch von Herzen allen anderen Spendern, die uns bereits so vertrauensvoll unterstützen.
11. Juni 2009 16:00 bis 18:00
An Fronleichnam, Donnerstag, den 11. Juni 2009 um 16.00 Uhr, wird das Beuroner Jakobspilger-Büro eröffnet. In den vergangenen Wochen haben Mitglieder der Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft sowie Mitarbeiter des Klosters Beuron unter Federführung von Bruder Wolfgang Keller OSB das Erdgeschoss des von der Erzabtei zur Verfügung gestellten Gebäudes renoviert. Die Eröffnung wird mit einem Einsegnungsritual durch Pater Stephan Petzolt, Geistlicher Beirat der Gemeinschaft, begangen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen und werden gebeten, sich kurz vor 16.00 Uhr vor dem Pilgerbüro gegenüber des Pfortenplatzes der Erzabtei und dem Hotel Pelikan zu versammeln. Nach einer kurzen Ansprache von Bruder Jakobus Kaffanke wird die Einsegnung vorgenommen. Anschließend sind alle Gäste zu einem Glas Wein in geselliger Runde eingeladen. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen und freuen uns auf den gemeinsamen Weg, den wir mit dem Jakobspilger-Büro gehen werden.
Raphael Walzer OSB, Erzabt von Beuron, 1918-1937

Nach langem Anlauf ist es den Herausgebern Bruder Jakobus Kaffanke und Joachim Köhler gelungen, eine erste Aufsatzsammlung zu Raphael Walzer vorzulegen. Er war der vierte Erzabt des Benediktinerklosters Beuron im Oberen Donautal. Noch nicht 30jährig wurde er mit päpstlicher Dispens im Kriegsjahr 1918 in das Amt des Kloster- und Kongregationsregenten gewählt. Das Amtsmotto Erzabt Raphaels “Mehr nützen als herrschen!” ist zugleich der Titel des kirchengeschichtlichen Buches. Nicht nur aufgrund seiner Jugend geriet er in den knapp 20 Jahren seines Abbatiates in die Wirren der 20er und 30er Jahre. Erzabt Raphael legte 1937 vor dem Hintergrund seiner konsequenten Ablehnung des Nationalsozialismus, machtorientierter Intrigen und zum Schutze der Beuroner Mönchsgemeinschaft sein Amt nieder. Sein weiterer Weg führte ihn in die Emigration und durch weite Teile der Welt. Trotz und gerade wegen der schwierigen Quellenlage werden die Forscher nicht müde zu betonen, dass sie ihre Arbeit als einen Anfang verstanden wissen wollen, der hoffentlich von jungen Forschern und Autoren aufgegriffen und fortgeschrieben wird.
Es kann jedoch weder in diesem Buch noch in zukünftigen Publikationen über Erzabt Walzer bei der Aufklärung der tragischen Umstände seines Amtsverzichtes bleiben. Das Wirken Erzabt Walzers ist für Kirche, Deutschland und Europa bis heute von Tragweite. Er gründete Klöster, beispielsweise in Württemberg Kellenried und Weingarten oder in der Ferne Tonogaoka/Japan und Tlemcen/Algerien. Auch die Abtei Neuburg bei Heidelberg, in der Raphael Walzer die letzten Monate seines Lebens verbrachte, gehört zu seinen Wiederbelebungen. Nach Erlangung der französischen Staatsbürgerschaft war er der erste Gründer eines Kriegsgefangenenseminars für Theologen in Rivet/Algerien.
Die Bedeutung Erzabt Raphaels spiegelt sich auch in seinen wichtigsten Begegnungen. Er war der spirituelle Begleiter von Edith Stein und auch derjenige Priester, der dem Einkleidungsgottesdienst zur Schwester Theresia Benedicta a Cruce nach ihrem Eintritt in den Kölner Karmel vorsaß. Auch der Rottenburger Eugen Bolz, Staatspräsident von Württemberg, fand in Walzers Beuron nicht nur den Ort seiner Hochzeit mit Maria Hoeneß, sondern auch geschützten Rückzug nach seiner Haft im Konzentrationslager. Trotz des wissenschaftlichen Charakters des Buches können die Leser in diesem Buch das Lebensbild eines standhaften und beharrlichen Christen nachzeichnen, der immer auf Augenhöhe mit seiner Zeit war, die Verhältnisse klar zu interpretieren wusste und der seinem Auftrag als Mönch zeitlebens treu blieb. Eine Heimkehr nach Beuron blieb ihm zeitlebens versagt, erst sein Tod führte ihn zurück in die Krypta der Abteikirche. Zahlreiche Fotografien und ein umfangreiches Personen-, Orts- und Sachregister ergänzen die biographische Studie.
Das Buch ist in der Beuroner Klosterbuchhandlung erhältlich, Telefon 07466/17-157.
Jakobus Kaffanke OSB, Joachim Köhler (Hg.)
Mehr nützen als herrschen!
Raphael Walzer OSB, Erzabt von Beuron, 1918 - 1937
Beiträge zu Theologie, Kirche und Gesellschaft im 20. Jahrhundert, Band 17
LIT, Münster, 2008
Broschiert, 421 S. zahlreiche SW-Abbildungen
Am 27. Oktober erreichte uns ein anerkennendes Schreiben des Finanzamtes Sigmaringen, wonach die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft aufgrund der eingereichten Statuten ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken dient. Damit ist nicht nur die formale Gründungsphase der Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft als kirchlicher Verein abgeschlossen, sondern wir sind ab sofort auch berechtigt, abzugsfähige Spendenbescheinigungen auszustellen.
Wir freuen uns über die Anerkennung und möchten uns bei dieser Gelegenheit nochmals bei allen Mitgliedern für ihre Unterstützung bedanken. Als nächstes wird der erste Beuroner Jakobspilger-Brief veröffentlicht, der in Kürze allen Mitgliedern per Post zugestellt wird. Ebenso möchten wir die Gelegenheit nutzen, die dazugehörigen Schriftstücke zu veröffentlichen:
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