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Alle Beiträge zum Stichwort Jakobskult

Sparkassenstiftung unterstützt Pilgerfiguren-Projekt

Sparkassenstiftung der Landesbank Kreissparkasse

Am 1. Juli wurde offiziell die Sparkassenstiftung der Landesbank Kreissparkasse in Sigmaringen ins Leben gerufen. Anlässlich der Übergabe der Stiftungurkunde durch Regierungspräsident Hermann Strampfer an den Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes, Landrat Dirk Gaerte, hat die Stiftung im Beisein der beiden anderen Vorstandsmitglieder, Landesbankdirektor Dr. Joachim Hermann und Bankdirektor Stefan Häussler, die ersten geförderten Projekte bekannt gegeben.

Jakobspilger-Figur für Beuron

Die Anschaffung einer neuen Jakobspilger-Figur am Aufgang zur Abteikirche gehört zu den Förderprojekten, mit denen die Stiftung ihr Engagement unter anderem für das kirchliche und religiöse Leben im Landkreis Sigmaringen zeigen will. Das jährlich wechselnde Thema widmet sich in 2009 “Landschaft, Kultur und Brauchtum”. Zur Übergabe der Förderzusage durch den Geschäftsführer der Stiftung, Rüdiger Reichelt, wurden Pater Tutilo Burger OSB, Prior des Klosters Beuron und damit Vertreter des Projektträgers, und Stefan Blanz, Geschäftsführer der Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft, in den Hofgarten nach Sigmaringen eingeladen.

Die Geldzuwendung durch die Stiftung stellt einen weiteren Meilenstein bei der Realisierung unseres Figuren-Projektes dar. Wir sind sehr dankbar, dass die Arbeit unserer jungen Jakobspilger-Gemeinschaft diesen Zuspruch erfährt und danken bei dieser Gelegenheit auch von Herzen allen anderen Spendern, die uns bereits so vertrauensvoll unterstützen.

Aufnahme in die Erzbruderschaft in Santiago de Compostela

Am vergangenen Samstag erreichte Bruder Jakobus, der Vorsitzende der Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft, gemeinsam mit elf weiteren Pilgern das Apostelgrab in der Kathedrale von Santiago de Compostela. Die Gruppe hat somit in den letzten neun Jahren in jährlichen Etappen von zwei bis drei Wochen den gesamten Weg von Beuron nach Santiago zu Fuß zurück gelegt.

Am Hauptaltar der Kathedrale von Santiago Bruder Jakobus erhält die Aufnahmeurkunde aus den Händen von Don Agustín Dosil Maceira, Präsident der Archicofradia Universal del Apostolo Santiago.

Ein großer Festtag

Neben dem Erhalt der Compostela, der Pilgerurkunde, die alle Fußpilger erhalten, die den Weg der letzten 100 km vor Santiago nachweisen können, kam es bei der Ankunft zu einem weiteren denkwürdigen Ereignis. Kurz vor der Abreise Anfang Mai reichte die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft bei der Archicofradia Universal einen Aufnahmenantrag sowie die spanische Übersetzung unserer Statuen ein, die nach eingängiger Prüfung bestanden haben.

Die rituelle Aufnahme in die Erzbruderschaft in Santiago findet immer an den kirchlichen Festen zu Ehren des Pilgerapostels statt. Neben dem bekannten Apostel-Fest am 25. Juli werden vor Ort in Santiago zwei weitere Gedenktage begangen. Einer davon ist die sogenannte “Erscheinung des heiligen Jakobus”. Der Apostel soll anno 844 den spanischen Heeren im Kampf gegen die Mauren in der siegreichen Schlacht von Clavijo vorausgeritten sein. Dieses Fest wird am 23. Mai gefeiert, just an dem Datum, an welchem die Gruppe um Bruder Jakobus in Santiago ankam. In dieser Fügung - es gab keine Planung diesbezüglich - fokussieren sich die Bemühungen der letzten Jahre und wir wünschen den Gruppenmitgliedern, allen Mitgliedern und allen Pilgern eine stete Fortsetzung ihres geistlichen Pilgerweges in Kopf, Herz und Hand. Ultreia.

Brief von Erzbischof Robert Zollitsch

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Vortrag mit Bruder Jakobus in Buchheim

2. April 2009 20:00 bis 21:30

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Vortrag über den Jakobsweg

19. März 2009 19:00 bis 21:00

Fredy Meyer hält einen Vortrag über den Jakobsweg anlässlich der Eröffnung einer Herberge für Jakobspilger im Rumpelstielzchen in Rengetsweiler (zwischen Messkirch und Kloster Wald).

  • Ort: Gaststätte Rumpelstielzchen, 88605 Meßkirch–Rengetsweiler, Zollernstraße 37
  • Zeit: 19.03.09, 19.30 Uhr
  • Eintritt frei
  • Anmeldung: bitte unter: Tel. 07578-1528

Vortrag: Die Verehrung des hl. Jakobus zwischen Neckar und Bodensee

4. März 2009 20:00 bis 21:30

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Lichtbildervortrag: Jakobusverehrung in Südwestdeutschland

2. Februar 2009 19:30 bis 21:30

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Segnung der Pilgerherberge St. Nikolaus beim Zweiten Beuroner Jakobspilger-Treffen

Jenseits von marktschreierischem “Hoo Hoo”, überfüllten Taschen und lichtergeketteten Lastzügen beging eine 30-köpfige Pilgergruppe am 6. Dezember das Namensfest des heiligen Nikolaus. Morgens trafen sich Mitglieder und Gäste am Kloster Wald bei Messkirch, von denen einige eine weite Anreise auf sich nahmen. Vielen Dank dafür! Pater Notker Hiegl OSB erteilte den Pilgersegen und sendete die Gruppe auf ihre 17 km lange Wegstrecke aus. Der Benediktiner betonte in seiner Andacht, dass eine Segnung zwar keine Lebensversicherung sei, doch die Bitte um wohlbehaltene Ankunft und Heimkehr biete den Schutz des dreifaltigen Gottes, in dessen Name alle unterwegs sind.

Pater Notker Hiegl sendet die Pilgergruppe aus

Unerschrocken von Schnee und Regen machte sich die die Gruppe die ersten 20 Minuten schweigend auf den Weg. Ziel war die neu errichtete Pilgerherberge in der Furtmühle. Sie liegt 7 km südlich von Pfullendorf am Linzgauer Jakobsweg. In Pfullendorf wurde die Gruppe von Pfarrer Albert Eckstein zum Gebet erwartet. Auch Pfullendorf ist ein traditioneller Pilgerort. Ausdruck findet dies im Patrozinium der Stadtkirche, die dem Reiseheiligen Christophorus und dem Pilgerapostel Jakobus geweiht ist, der auch im Mittelpunkt der mittäglichen Andacht stand.

Die Pilgergruppe bei Großstadelhofen

Nach einem einfachen Pilgermahl und zwei weiteren Stunden in Feld, Wald und Wiese erreichte die Pilgergruppe ihr Ziel, wo rund 20 weitere Gäste und Vertreter der Presse warteten. “Es ging uns gar nicht so sehr darum, unbedingt etwas anderes am Nikolaustag zu machen. Der Pilgertag mit der Segnung der Herberge hat sich durch unsere gegenseitigen Einlassungen gestaltet und ist eine Frucht aus den Bemühungen der letzten Jahre”, betont Bruder Jakobus Kaffanke von der Erzabtei Beuron. Der Geistliche Beirat der kirchlichen Gemeinschaft, Pater Stephan Petzolt OSB, ebenfalls vom Kloster Beuron, leitete die Zeremonie zur Einsegnung der Pilgerherberge.

Pater Stephan Petzolt segnet die Herberge St. Nikolaus

Hierbei traf die Betonung klösterlicher Riten auf die volksfrömmige Rustikalität der Pilgerherberge, die eine ungewöhnliche Begegnung hervorbrachte. Ganz ohne Geschenke musste die Feier trotz ihres nichtkommerziellen Charakters nicht bleiben: Die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft überreichte Wegschilder und eine bäuerliche Hinterglasmalerei des Heiligen Nikolaus. Weihrauch und Teeduft durchzogen dann auch die Räume, als das Vesperbuffet eröffnet wurde. Pilgertag und Segnung waren eine gemeinsame Initiative der Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft und den Pädagogen Evamaria und Claus Höffer, die in der Furtmühle leben. Die Frage nach der Motivation, die Pilgerherberge dem Bischof von Myra zuzueignen, beantwortet Herbergsmutter Evamaria Höffer: “Die Furtmühle ist nicht nur Pilgerherberge, sondern vorwiegend Lebensraum für Kinder und junge Menschen, die durch die Jugendhilfe auf unserem Tierbauernhof unterstützt werden. Nikolaus von Myra ist ja Patron der Kinder. Weniger bekannt sind hingegen seine Patronate beispielsweise der Müller, der Schüler, der Steinmetze und Bauern. Und er ist auch einer der Pilgerpatrone. Bei so vielen Gemeinsamkeiten hat es sich förmlich aufgedrängt, die Herberge dem Geist des Heiligen Nikolaus zu überantworten.”

Das Jakobskreuz

Jakobskreuz

Credential de Peregrino Pilgerausweis

Immer wieder erreicht uns die Frage, was es mit dem roten Kreuz auf sich hat, das sich auf dem Pilgerausweis, den Prospekten oder dem Pilgerbrief der Beuroner Jakobspilger-, Gemeinschaft befindet. Manchmal wird auch nach dem Schwert gefragt. Das ist nicht falsch. Bei dem etwas martialisch aussehenden Kreuz handelt es sich um das Jakobskreuz. Es ist ein dem Apostel Jakobus dem Großen zugeeignetes Christussymbol. Andere bekannte Kreuze sind das Tau, das Franziskuskreuz, das Andreaskreuz oder das Benediktskreuz. Die Form des Jakobskreuzes lässt sich so charakterisieren, dass der untere Arm des Kreuzes immer zugespitzt ist. Die anderen drei Arme formen sich aus stilisierten heraldischen Lilien.

Der Großmeister Don Álvaro de Luna im Ordenshabit

Ursprünglich war es das Ordenszeichen des spanischen Ordens zum Heiligen Jakob vom Schwert oder kurz Santiagoorden genannt. Die Aufgabe dieses Ritterordens bestand darin, die Pilger nach Santiago zu begleiten und zu schützen. Vermutlich wurde das Jakobskreuz von König Ramiro II. von Aragon (1134 bis 1137) gestiftet und 1175 durch Papst Alexander III. angenommen. Mit der Referenz auf Christus verbunden ist auch der Apostel Jakobus als Volksheiliger der Spanier, der als Helfer bei der Reconquista, dem Zurückdrängen der Moslems aus Europa, angerufen wurde. Nebenstehendes Bild zeigt im Vordergrund einen der Großmeister des Santiagoordens (Alvaro de Luna) mit dem Jakobskreuz auf dem Habit.

Auf dem Jakobsweg zwischen Beuron und Heudorf

Bericht vom großen Pilgertag der Gemeinden 2008

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Buchtipp: Umschlag Fredy Meyer Buch