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Im Haus St. Elisabeth im Kloster Hegne findet in der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit eine Ausstellung zeitgenössischer Krippen statt. Das Kloster Hegne hat hierzu Künstler angeregt, sich mit dem Weihnachtsgeschehen inhaltlich und ästhetisch auseinander zu setzen. 53 Künstlerinnen und Künstler sind der Einladung gefolgt.
Zeitgleich werden im Stall Teile der Krippensammlung von Bad Imnau gezeigt. Der ehemalige Konvent hat volkstümliche Krippen zusammen getragen, die den heutigen Arbeiten gegenübergestellt werden. Spirituelle, theologische und kunstgeschichtliche Angebot begleiten die Krippenausstellungen.
…und das Wort ist Mensch geworden - Künstlerische Krippenausstellungen
vom 29. November 2009 bis 6. Januar 2010
täglich 10.00 bis 17.00 Uhr
Kloster Hegne
Haus St. Elisabeth
Konradistraße 12
78476 Allensbach-Hegne
Die Pilgerherberge St. Nikolaus wird dieses Jahr am 6. Dezember wieder Ziel einer Pilgerei sein. Unter dem Motto: “Jakobus trifft Nikolaus” laden das Familienzentrum Furtmühle und die Beuroner Jakopbspilger-Gemeinschaft wieder zum besinnlichen Wandern mit Gebet ein. Der Tag beginnt um 8.30 Uhr in der Klosterkirche in Wald, wo Pfarrer Maurer zur Begrüßung eine kleine Andacht hält und den Aussendungssegen erteilt.
Beim Nikolauspilgern 2008
Schweigend beginnt der Weg Richtung Pfullendorf, wo es einen Pilgerempfang in der neu eröffneten Abteilung des Beuroner Pilger-Büros in der galerie im grünen haus in der Postgasse 12 gibt. Nach einer kleinen Stärkung führt der Weg weiter zur Pilgerherberge St. Nikolaus im Familienzentrum Furtmühle, wo Bruder Jakobus Kaffanke und Schwester Nikola Richter den Jahressegen für Haus und Hof erteilen. Für das leibliche Wohl wird ebenso gesorgt sein wie für Rückfahrmöglichkeiten nach Pfullendorf oder zum Kloster Wald. Um Erscheinen und Anmeldung unter kontakt@via-beuronensis.de oder 07466 / 92 74 12 wird freundlich gebeten.

In der neuen Buchreihe Beuroner Forum erscheinen erstmals gesammelte Themen des monastischen, liturgischen und kulturellen Lebens in der Erzabtei Beuron. Das Beuroner Forum erscheint jährlich, erstmals für das Jahr 2008. Herausgeber der Reihe sind Stefan Blanz M.A., Dr. Peter Häger und Br. Jakobus Kaffanke OSB, Mitglied des Beuroner Konvents. In Zeitzeugnissen, Beiträgen, Betrachtungen und Dokumentationen wird dem Leser ein breites Spektrum des geistigen Lebens in der Erzabtei Beuron und darüber hinaus vermittelt. Angesprochen sind Freunde, Gönner, Ordensleute, Pilger, Wallfahrer, Gottesdienstbesucher und alle, die an spirituellem Leben in und um Beuron interessiert sind.
In diesem ersten Band wird unter der Rubrik „Zeitzeugnis“ ein unveröffentlichter Beitrag aus dem Beuroner Klosterarchiv dargeboten. Es folgen Beiträge, die vorrangig als Vorträge im Rahmen des Geistlichen Treffpunkts Kloster Beuron gehalten wurden, so z.B. „Die Weihnachtsgeschichte im Koran“ des Tübinger Theologen und Literaturwissenschaftlers Karl-Josef Kuschel und „Die Geschichte der Staufer und der Mythos des ‚Geheimen Deutschland’ “ des Freiburger Mediävisten Prof. Dr. Thomas Zotz. Zusätzlich werden die Vorträge der 17. Beuroner Tage für Fragen der Wirtschaftsethik von Dr. Petra Sonne-Neubacher, Dr. Klaus Bockslaff und Prof. Dr. Christian-Rainer Weisbach zum Thema „Macht Geld süchtig?“ veröffentlicht. Ausgewählte Predigten, die von P. Hugo Eymann, P. Martin Kreuzburg, P. Stephan Petzolt und P. Benedikt Schwank in der Abteikirche gehalten wurden, finden sich ebenso unter den geistlichen Texten wie die Bildbetrachtung von Angelika Sirch, eine Meditation von Bruder Jakobus Kaffanke oder der Vernissagevortrag der Beuroner Sommerausstellung von Prof. Dr. Hubert Krins. Der letzte Teil des Bandes enthält Dokumentationen und Berichte über Jahresereignisse, Mitteilungen sowie Buchbesprechungen. Zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos unterstützen eindrücklich die Texte. Somit liegt mit diesem ersten Band des Beuroner Forum ein Werk vor, das den Lesern eine empfehlenswerte Vielschichtigkeit bietet.
Das Buch kann zum Preis von 19,90 Euro zzgl. 1,80 Euro Versandkosten bei uns bestellt werden. Bitte geben Sie uns Ihre Anschrift an, sie erhalten mit der Zusendung eine Rechnung. Nutzen Sie für Ihre Bestellung bitte unser Kontaktformular.
Stefan Blanz, Peter Häger, Jakobus Kaffanke OSB (Hg.)
Beuroner Forum 2008
Kulturelles, monastisches und liturgisches Leben in der Erzabtei St. Martin zu Beuron
Münster 2009, 240 S., 49 SW-Abb.
19.90 €
18. Juli 2009 16:00 bis 1. November 2009 17:00
Sr. Christophora Janssen stellt ihre Gruppe “Suchende” vor.
Noch bis 1. November zeigt die Erzabtei Beuron vor und in der Klosterpforte Werke von Bruder Joseph Belling OSB vom Kloster Maria Laach und von Sr. Christophora Janssen OSB aus der Abtei St. Hildegard in Eibingen. Beide Künstler stellen ihre Kunst in den Dienst des Glaubens und beweisen auf ihre persönliche Art die Lebendigkeit biblischer Motive in unserer Zeit. Interessierte sind herzlich eingeladen zu einem Besuch. Die Ausstellung ist täglich zwischen 8:00 und 11:00 Uhr sowie zwischen 14:00 und 17:00 Uhr geöffnet. Bruder Siegfried Studer OSB macht auf Wunsch Führungen durch die Ausstellung. Anmeldung bitte an der Klosterpforte unter 07466 / 170.

Ursprünglich Besitztum des Klosters Reichenau, war das Schloss Hegne Sommersitz der Konstanzer Bischöfe, bis es seine neue Bestimmung fand. Auf einem Gemälde des 17. Jh. im rechten Seitenschiff des Reichenauer Münsters sind die markanten Türme der heutigen Klostermauer zu sehen.

Ein lebendiges Kloster am Rande der Stadt Konstanz ist das Provinzhaus der “Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz” in Hegne. Die Schwestern gehören der franziskanischen Ordensfamilie an und haben ihr Mutterhaus in Ingenbohl am Vierwaldstätter See. Geboren aus der Not, die die Industrialisierung mit ihren tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen hervorrief, entstand dieser Orden in der Mitte des 19. Jahrhunderts (1856).
Sein Gründer, der Kapuzinerpater Theodosius Florentini schreibt: “Ich werde Schwestern dorthin senden, wo sie sehnlichst erwartet werden, zu den Armen, den Bildungshungrigen, den Kranken, den Verwahrlosten und Waisen, zu den Fabrikkindern und den Industriearbeitern”. Die Mitgründerin Mutter Maria Theresia Scherer Sel. mit den ersten Schwestern begaben sich mit allem Elan in dieses Abenteuer tätiger Nächstenliebe unter Gottes Wort.
Schon zwei Jahre später, 1858, nahmen Kreuzschwestern in Baden ihre Arbeit auf. In den achtziger Jahren wirkten 240 Barmherzige Schwestern in Baden und Hohenzollern. Für sie erwog Mutter Maria Theresia die Gründung einer Provinz in Baden. Als sie 1886 auf einer Visitationsreise von Singen aus sich Hegne näherte, sagte sie: “Hier sollten wir ein Provinzhaus haben.”
Es war eine besondere Fügung, dass bald danach das Schloßgut Hegne zum Verkauf anstand und somit auf dessen Gelände1895 die Ordensprovinz Hegne gegründet werden konnte.
Der Elan der Ordensfrauen ist ungebrochen. Wenn Silja Walter ihr Mysterienspiel zum 150. Bestehen der Schwesternschaft “Haus der neuen Schöpfung” nennt, hat das nicht nur im franziskanischen Sinn eine tiefe Bedeutung für das Kloster Hegne. Was allein seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts an neuen Häusern entstand, um auch im 21. Jahrhundert in P. Theodosius’ Sinn wirken zu können, ist ein erstaunliches Werk. Das “Marianum”, Zentrum für Bildung und Erziehung, birgt heute fünf Schul- bzw. Ausbildungstypen unter einem Dach. Im “Haus Ulrika” bekamen das Ulrika-Apostolat und der wachsende Pilgerstrom zur selig gesprochenen Schwester Ulrika eine neue, dringend notwendig gewordene Bleibe bzw. Anlaufstelle. Es folgten der Erweiterungsbau des Altenpflegeheims “Maria Hilf” mit Anbau des Wohnbereichs “St. Angelus” für an Demenz erkrankte Menschen und der Neubau des Hauses “St. Elisabeth” als geistliches Bildungshaus und Hotel. Umbaumaßnahmen in bestehenden Gebäuden boten Raum für neue Angebote, zum Beispiel die “Theodosiusstube” für Obdachlose. Ein Neubau für die 2006 gegründete Realschule rundet das Klosterareal nach Osten hin ab.

Um- und Neubauten sakraler Räume bedürften allein einer besonderen Würdigung. Heute stehen Gottesdienstbesuchern oder Stille suchenden Betern neben der Klosterkirche mit ihrem suggestiven Christus-Mosaik und der neu gebauten Krypta, in der seit 1991 die Gebeine der Seligen Schwester Ulrika Nisch liegen, ein Anbetungsraum im Schloß und eine Kapelle im “Haus Elisabeth” offen.
Nicht aller Aktivitäten der Kreuzschwestern kann hier gedacht werden. Genannt sei ihre Sorge für Kinder, Jugendliche und Familien, ihre Achtung vor der Natur, die im Nacheifern des Hl. Franziskus Programm ist, ihr Wirken außerhalb des Klosters unter ihrem Leitwort “In der Kraft des Kreuzes unterwegs”.
Kloster Hegne
Konradistraße 12
78476 Allensbach-Hegne
Quellen:
- Sr. Hedwig OSB – Silja Walter „Haus der neuen Schöpfung“ Hrsg. Kloster Ingenbohl
- HEGNE DORF SCHLOSS KLOSTER Hrsg. Hegner Kulturverein 2003
- HEGNE EINST UND HEUTE Hrsg. Hegner Kulturverein 2007
- Fotos: Kloster Hegne
Allensbach war reichenauischer Stapel- und Lagerplatz, wichtigste Verbindung der Klosterinsel zum Festland. Möchte man einen Abstecher auf die Insel machen, ist das von Karfreitag bis Anfang Oktober von der Schiffslände aus möglich. Auf der Insel fährt stündlich ein Bus, zusätzlich gibt es zwischen Ostern und Oktober einen Inselbus, der die Sehenswürdigkeiten anfährt…. Kompletten Beitrag lesen

Pilgerausweis
Immer wieder erreicht uns die Frage, was es mit dem roten Kreuz auf sich hat, das sich auf dem Pilgerausweis, den Prospekten oder dem Pilgerbrief der Beuroner Jakobspilger-, Gemeinschaft befindet. Manchmal wird auch nach dem Schwert gefragt. Das ist nicht falsch. Bei dem etwas martialisch aussehenden Kreuz handelt es sich um das Jakobskreuz. Es ist ein dem Apostel Jakobus dem Großen zugeeignetes Christussymbol. Andere bekannte Kreuze sind das Tau, das Franziskuskreuz, das Andreaskreuz oder das Benediktskreuz. Die Form des Jakobskreuzes lässt sich so charakterisieren, dass der untere Arm des Kreuzes immer zugespitzt ist. Die anderen drei Arme formen sich aus stilisierten heraldischen Lilien.

Ursprünglich war es das Ordenszeichen des spanischen Ordens zum Heiligen Jakob vom Schwert oder kurz Santiagoorden genannt. Die Aufgabe dieses Ritterordens bestand darin, die Pilger nach Santiago zu begleiten und zu schützen. Vermutlich wurde das Jakobskreuz von König Ramiro II. von Aragon (1134 bis 1137) gestiftet und 1175 durch Papst Alexander III. angenommen. Mit der Referenz auf Christus verbunden ist auch der Apostel Jakobus als Volksheiliger der Spanier, der als Helfer bei der Reconquista, dem Zurückdrängen der Moslems aus Europa, angerufen wurde. Nebenstehendes Bild zeigt im Vordergrund einen der Großmeister des Santiagoordens (Alvaro de Luna) mit dem Jakobskreuz auf dem Habit.
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