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Alle Beiträge zum Stichwort Messkirch

5. Beuroner Jakobspilger-Treffen am 24. Juli

Der Pilgertag der Beuroner Jakobspilgergemeinschaft ist offen für jeden, der teilnehmen möchte. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr bei der Stadtpfarrkirche St. Martin in Messkirch. Anmeldung ist nicht erforderlich. Man kann in Messkirch um 9.00 Uhr oder in Wald um 12.00 Uhr zur Pilgergruppe hinzukommen.

Ein Transfer zurück zum Ausgangspunkt wird organisiert. Es wird keine Teilnehmergebühr erhoben – Spenden sind herzlich willkommen!

  • Um 12.00 Uhr gibt es einen Mittagsimpuls in der Kirche in Wald und danach
    ein Pilgeressen im Gasthaus Lamm in Wald.
  • Um 14.00 Uhr geht es dann weiter von Wald nach Pfullendorf
  • Um 16.00 Uhr Abschlussandacht in der Pfarrkirche St. Jakobus.
  • Im Anschluss haben alle Interessierten dann noch die Möglichkeit zu Kaffee
    und Kuchen und einem Vesper im Restaurant *Boni*.

Der Pilgertag wird von Bruder Jakobus Kaffanke begleitet, auch wird der Pfullendorfer Pastoralreferent Frank Scheifers und der diesjährige Gast am Pfullendorfer Patrozinium, der Schweizer Schriftsteller und Erwachsenenbildner Bruno Dörig mit seiner Frau dabei sein und einen Teil des Weges mitgehen und mitgestalten.

Am Abend bietet die Pfarrgemeinde in Pfullendorf als weitere Einstimmung ins Jakobusfest um 19.00 Uhr, Kolpinghaus, Jakobussaal eine Lesung zum Thema „*Gehen-Wandern-Pilgern“* mit Bruno Dörig, Schriftsteller und Erwachsenenbildner, St. Gallen; Musikalische Umrahmung: Christoph Betz, Gitarre.

Heimerad von Meßkirch

Heimrad von Messkirch Statue mit einer Darstellung des heiligen Heimerad (o.a.: Heimo, Haimrad) in der St. Martins-Kirche in Meßkirch; der Stab mit Jerusalemkreuz erinnert an seine Pilgerreisen. Einen Hahn hat er der Legende nach wieder zum Leben erweckt, weil er Mitleid mit dessen Besitzer hatte.

Die Würdigung des heiligen Heimerad (* um 970 in Meßkirch; † 28. Juni 1019 auf dem Hasunger Berg bei Kassel) hat in den letzten Jahren einen neuerlichen Aufschwung erfahren, nachdem der erste Höhepunkt in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts abgeebbt war. Das ist insofern bemerkenswert, als seine Lebensweise und sein Erscheinungsbild für heutige wie für damalige Verhältnisse ungewöhnlich war und den meisten von uns wie ein Zeichen aus der Fremde erscheint. Das ist kein Zufall, denn sein Pilgerleben löste unter sesshaften und in gemeinschaftlichen Regeln lebenden Menschen Argwohn, Ablehnung, körperliche Misshandlung und Vertreibung aus. Bauern, Pfarrer, Mönche und ein Bischof reihten sich gleichermaßen am Rande seines Lebensweg, um ihm Schmähungen zukommen zu lassen. Heute würden viele abfällig sagen:

“Ein Penner!”

Doch er war nicht obdachlos aus Not, Verzweiflung, Strafe oder Schuld. Er besaß ein Pferd und Bücher, was in damaliger Zeit eine wohlhabende Herkunft bedeutete. 450 Jahre vor Johannes Gutenbergs erstem Buchdruck waren Bücher sehr aufwändig herzustellen und entsprechend wertvoll. Er kam aus adliger Familie und war Priester und brauchte Bücher mit Gebeten und Messtexten für seinen Lebensweg. Unvorstellbar, dass seine Peiniger es wagten, seine Bücher zu zerstören. Seine Gelübde wählte er bereits auf seine Berufung hin. Zu diesem Weg der radikalen Nachfolge Christi gehörte:

  • sich von äußerlichen Formen abzuwenden, um nicht in Gefahr der Glaubenserstarrung zu geraten.
  • uneingeschränkte Hingabe an das (Stunden-)Gebet und Gottesdienst
  • die Familie zu verlassen, um den Weg zu Gott zu gehen, ohne sich umdrehen zu können.
  • Armut zu leben, um an der Barmherzigkeit Gottes in Begegnungen mit guten Menschen teil zu haben.
  • die Sesshaftigkeit aufzugeben, um in den Bedürftigen Christus zu erkennen.
  • Schmähungen als freudvolles Geschenk Gottes und Teilhabe am Leiden Christi zu erfahren
  • das Wort Gottes zu leben, um glaubwürdig predigen und handeln zu können.

Pilgerreisen unternahm er in Deutschland, sein Weg führte ihn nach Rom und er pilgerte ins Heilige Land, um seine Seele zu reinigen und zu läutern. Er wurde also ein ganz und gar innerlich Glaubender.

“Herr Heimo, der heilige Narr!”

Zurück in Deutschland gründete er auf dem Hasunger Berg eine Einsiedelei, wo ihn bald Menschen um Rat aufsuchten und er - nachdem auch von den kirchlichen Führern seine Heiligkeit erkannt wurde - trotz seiner Eigenarten zu einem hochverehrten Geistlichen wurde. Nach einem Leben im Gebet und Wundern, Ekstasen und Visionen starb er auch in seiner Klause, die nach seinem Tod zum meistbesuchten Wallfahrtsort seiner Zeit wurde. Dort wurde auch das Kloster Hasungen gegründet, wo sich weiterhin zhalreihe Wunder und Heilungen ereigneten. Auch wenn er nie den Jakobsweg nach Santiago gelaufen ist und nicht so berühmt ist wie die typischen Reise-Patrone Jakobus, Jodok, Rochus, Birgitta oder Nikolaus, so ist er doch auch ein Pilgerheiliger, dessen Berufung uns ein Beispiel füe einen Lebenswandel unter der Führung des Evangeliums schenkt. Er ist wohl vor allen jenen ein Begleiter, die das gute Leben jenseits von Wohlstand, Ansehen und Ruhm zum Gelingen führen. Sein Gedenktag ist der 27. Juni.

Heimerad im Internet

Jakobspilgern zwischen Meßkirch - Wald - Pfullendorf am 6. Juni

6. Juni 2009 09:00 bis 17:00

Am 6. Juni 2009 bietet die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft einen Pilgertag von Meßkirch nach Pfullendorf an. Die PilgerInnen treffen sich um 9 Uhr in der Pfarrkirche Meßkirch zum Pilgersegen und begeben sich auf den ca. 10 km langen Weg nach Wald. Dort ist Mittagsrast in und um das Gasthaus “Zum Lamm” (ein Pilgerteller wird angeboten). Anschließend ist Kirchenführung in der restaurierten Klosterkirche St. Bernhard.

Der zweite Teil des Pilgertages führt in 9 km zur Pfarrkirche St. Jakobus in Pfullendorf, wo der Pilgertag mit einer kleinen Andacht schließt. Von Pfullendorf wird Bustransfer nach Meßkirch angeboten. Informationen über Pilgerbeleiter Hugo Bechinger Tel. 07552/6123.

Großer Jakobspilgertag der Gemeinden am 25. April 2009

Die Bürgermeister und Vertreter der Kirchengemeinden laden unter Federführung des Pro Lebensqualität e.V. wieder zum jährlichen Jakobspilgern am letzten Samstag im April ein. Dieses Jahr wird der ca. 12 km lange Wegabschnitt von Buchheim nach Messkirch begangen. Auch für einen Bustransfer wird wieder gesorgt sein. Der Programmablauf sieht so aus:

  • 08.00 Uhr Treffpunkt auf dem Marienplatz vor St. Stephanus in Buchheim
  • 08.15 Uhr Pilger-Hochamt in der Pfarrkirche St. Stephanus
  • 09.15 Uhr Pilgern zur Pfarrkirche St. Pankratius in Altheim
  • 10.45 Uhr Empfang in Altheim mit Kaffee und Zopfbrot
  • 11.15 Uhr Statio in St. Pankratius/Altheim
  • 11.45 Uhr Pilgern nach Heudorf
  • 13.00 Uhr Ankunft im Dorfgemeinschaftshaus in Heudorf; Mittagessen, Diavortrag, Buchvorstellung Dr. Fredy Meyer, Infotische
  • 15.00 Uhr Pilgern nach Meßkirch
  • 16.00 Uhr Kirchenführung und Schlussandacht mit Pfr. Hermann Otteny

Bustransfer

Wie im letzten Jahr bietet Omnibus Beck einen Bustransfer zu den verschiedenen Ausgangspunkten an. Der Fahrplan im Einzelnen:

  • 7.00 Uhr Bärenthal - 7.30 Uhr Messkirch - 7.45 Uhr Buchheim
  • 14.00 Uhr Heudorf - 14.10 Uhr Buchheim - 14.30 Uhr Bärenthal
  • 17.15 Uhr Meßkirch - 17.30 Uhr Buchheim - 17.50 Uhr Bärenthal

Wir laden herzlich ein und bitten um zahlreiches Erscheinen

Vortrag über den Jakobsweg

19. März 2009 19:00 bis 21:00

Fredy Meyer hält einen Vortrag über den Jakobsweg anlässlich der Eröffnung einer Herberge für Jakobspilger im Rumpelstielzchen in Rengetsweiler (zwischen Messkirch und Kloster Wald).

  • Ort: Gaststätte Rumpelstielzchen, 88605 Meßkirch–Rengetsweiler, Zollernstraße 37
  • Zeit: 19.03.09, 19.30 Uhr
  • Eintritt frei
  • Anmeldung: bitte unter: Tel. 07578-1528

Hotel Adler-Alte-Post Messkirch

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Arnold Stadler liest im Martin-Heidegger-Gymnasium in Messkirch

5. Juni 2008 19:00 bis 20:00

Arnold Stadler, den wir an geeigneter Stelle einmal ausführlich vorstellen, gastiert am Donnerstag, den 5. Juni in seinem Heimat-Gymnasium in Messkirch. Der preisgekrönte Schriftsteller aus Rast mit Wohnsitzin Berlin gibt eine Benefiz-Leseprobe aus seiner Kriminalgeschichte “Gleich hinter Zizenhausen, die Gegend hieß Mesopotamien” lesen, die in der Anthologie “Tod am Bodensee” (2007, Gmeiner-Verlag) erschienen ist.

Arnold Stadler liest zugunsten des “Mali-Projektes”. Es wurde Anfang der 90er Jahre durch Herrn Glocker, einen damaligen Lehrer des Martin-Heidegger-Gymnasiums, ins Leben gerufen. Nach einem Aufenthalt als Entwicklungshelfer in Mali baute er eine Schulpatenschaft für die Schule von Damassongo auf. Heute ist das Projekt fester Bestandteil des Sozialcurriculums im Rahmen des Unterrichts der Klassen 7 und 8 und durch verschiedene Aktionen der Meßkircher Schüler und Lehrer, wie Kuchenverkäufe, Tombolas, Weihnachtssammlungen und Spendenläufe, konnten in den letzten Jahren mehrere Projekte in Damassongo realisiert werden. So wurden beispielsweise das Schulgebäude saniert, eine regelmäßige Schülerspeisung eingeführt und eine Solaranlage zur Stromerzeugung installiert.

Alle Eintrittsgelder der Benefiz-Lesung mit Arnold Stadler und die Erlöse aus den Buchverkäufen gehen direkt an ihre Patenschule in Damassongo.

  • Lesung mit Arnold Stadler: Gleich hinter Zizenhausen, die Gegend hieß Mesopotamien
  • Martin-Heidegger-Gymnasium, Halle am Feldweg
  • Am Feldweg 26
  • 88605 Meßkirch
  • Beginn 19:00 Uhr

Auf dem Jakobsweg zwischen Beuron und Heudorf

Bericht vom großen Pilgertag der Gemeinden 2008

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Großer Pilgertag am 26. April 08

Wir möchten Sie gerne auf diesem Wege über den diesjährigen großen Pilgertag der Gemeinden Bärenthal, Irndorf, Beuron, Buchheim, Leibertingen und Messkirch informieren. Sie sind herzlich eingeladen am ca. 13 km langen Jakobspilgern von Beuron nach Heudorf teilzunehmen:

  • 08.30 Uhr Sammeln beim Jakobspilger in Beuron, Einführung Bruder Jakobus Kaffanke OSB
  • 08.35 Uhr Klosterkirche Beuron – Pilgersegen durch einen Oberen der Erzabtei, anschließend schweigend bis
  • 09.30 Uhr 1. Statio – Liebfrauental, Geistlicher Impuls durch Bruder Jakobus
  • 10.45 Uhr 2. Statio Buchheim – Kreuz – Geistlicher Impuls durch Dekan Heinz Neckermann, Dekanat Hegau, Engen; Grußwort Bürgermeister Hans-Peter Fritz
  • 11.30 Uhr Mittagessen im Bürgerhaus Buchheim, Grußworte von Landrat Guido Wolf MdL, Fritz Buschle MdL, Lichtbilder vom Pilgertag 2007 – Walter Knittel, Erläuterung Spendenzweck (Plastik Jakobspilger am Standort Beuron) durch Bruder Jakobus
  • 13.00 Uhr Aufbruch, an Gemarkungsgrenze Buchheim-Altheim Grußwort Ortsvorsteher Christoph Möhrle
  • 14.30 Uhr 3. Statio in der Kirche Altheim (Fassungsvermögen ca. 100 Personen); Geistlicher Impuls
  • 15.00 Uhr Am Feuerwehrgerätehaus Altheim Kaffee und Kaltgetränke sowie Brezeln und Zopfbrot; Grußwort Bürgermeister Armin Reitze, Leibertingen
  • 17.00 Uhr Heudorf – Abschluss mit Andacht in der Kirche.

Für Bustransfer entlang der Stationen vor und nach dem Pilgertag sowie Mittags von Buchheim nach Beuron wird gesorgt sein.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen.

Buchvorstellung Dreiländerkreis Sigmaringen

Ein Führer zu Natur, Wirtschaft, Geschichte und Kultur

Titel des Buches

Dieses Handbuch ist zwar keine Rarität, aber eine Seltenheit. Denn es führt Themen zusammen, die üblicherweise in getrennter Form dargeboten werden. Den Machern - Landrat Dirk Gaerte und Kreisarchivar Edwin Ernst Weber - gelingt mit ihrem Autorenteam ein kompakter Überblick über den Dreiländerkreis. In erster Linie handelt es sich um einen politischen, historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Navigator durch den Kreis, dessen ungewöhnlicher Charakter durch die drei ehemaligen Länder Württemberg, Baden und Hohenzollern geprägt ist.

Die Redaktion ging dabei den Weg vom Allgemeinen ins Konkrete. Zunächst wird prospektiv der gesamte Landkreis in seiner historischen und gegenwärtigen Verfasstheit beschrieben, ehe sämtliche politischen Gemeinden portraitiert werden. Der Aufbau dieser Portraits folgt dabei den fachlichen Blickwinkeln, wie sie in den allgemeinen Artikeln über den Landkreis präsentiert wurden. Der Gang durch die Zeiten beginnt vor- und frühgeschichtlich, führt über die archäologischen Begebenheiten zu den historischen und kulturellen Zeugnissen und mündet über die Sehenswürdigkeiten zu den bekannten Persönlichkeiten der einzelnen (Teil-)Orte. Auffallend angenehm ist dabei die sorgfältige Bildauswahl, die auch visuell einen Einblick in die Schätze der Region bietet. Die gut organisierten Beschreibungen werden ergänzt vom zahlenmäßig durch die Persönlichkeiten dominierten Register. Diese Ordnungsprinzipien erleichtern die Orientierung in einem Landkreis, der trotz seines ländlichen Raumes mit vielen prägenden und komplexen Zusammenhängen aufwarten kann.

In der Umschlagtasche findet sich eine Karte des kompletten Landkreises, in die auch der Jakobsweg eingezeichnet wurde. Allerdings fehlt ein Stück des Hohenzollerichen Jakobsweges zwischen Burladingen und Veringenstadt, vermutlich weil sich die Redaktion auf den Jakobsweg aus Reutlingen über Gammertingen und Hettingen festgelegt hat. Doch es bleibt nicht beim Jakobsweg. In dieser Karte sind auch andere Wander-, Rad und Kulturwege eingezeichnet wie die oberschwäbische Barockstraße oder der Hohenzollernweg. In den Darstellungen der Städte finden sich weitere Karten der Ortszentren. Ein rundum gelungenes Buch, für einheimische und Gäste gleichermaßen geeignet. Es spiegelt, dass im Landkreis die Vielfalt dessen zusammengefunden hat, was sich über Jahrhunderte geprägt hat, früher aber durch zahlreiche Grenzen getrennt war.

  • Dirk Gaerte (Hrsg.)/Edwin Ernst Weber (Konz.): Der Dreiländerkreis Sigmaringen
  • Meßkirch, Gmeiner, 2007
  • Broschiert, vierfarbig mit zahlreichen Abbildungen, ca. 420 Seiten
  • Format: 12,0 x 21,5 x 2,2 cm
  • ISBN: 978-3-89977-512-9
  • 14,90 Euro

Buchtipp: Umschlag Fredy Meyer Buch