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Unser Mitglied und Kollegin im Beuroner Pilger-Büro Evamaria Höffer eröffnet am kommenden Sonntag, den 29.11., um 11.00 Uhr die “galerie im grünen haus” in Pfullendorf. Mit dem ersten Advent zieht dort auch ein Pilgerempfang ein, zu dessen Eröffnung die Inhaberin und die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft herzlich einladen.
Die kleine ‘galerie im grünen haus’ eröffnet mit einer Ausstellung der Überlinger Künstlerin Sabine Braisch. Frau Braisch hat sich durch zahlreiche Ausstellungen im Bodenseegebiet in den letzten Jahren einen Namen gemacht, der für inspirierte leicht verspielte Objekte ebenso steht wie für großformatige Bilder auf Leinwand.
In Zukunft erwartet Evamaria Höffer von Mittwoch bis Samstag von 11 bis 16 Uhr die Besucher im Pilgerempfang zu freundlichen Begegnungen.
Die Pilgerherberge St. Nikolaus wird dieses Jahr am 6. Dezember wieder Ziel einer Pilgerei sein. Unter dem Motto: “Jakobus trifft Nikolaus” laden das Familienzentrum Furtmühle und die Beuroner Jakopbspilger-Gemeinschaft wieder zum besinnlichen Wandern mit Gebet ein. Der Tag beginnt um 8.30 Uhr in der Klosterkirche in Wald, wo Pfarrer Maurer zur Begrüßung eine kleine Andacht hält und den Aussendungssegen erteilt.
Beim Nikolauspilgern 2008
Schweigend beginnt der Weg Richtung Pfullendorf, wo es einen Pilgerempfang in der neu eröffneten Abteilung des Beuroner Pilger-Büros in der galerie im grünen haus in der Postgasse 12 gibt. Nach einer kleinen Stärkung führt der Weg weiter zur Pilgerherberge St. Nikolaus im Familienzentrum Furtmühle, wo Bruder Jakobus Kaffanke und Schwester Nikola Richter den Jahressegen für Haus und Hof erteilen. Für das leibliche Wohl wird ebenso gesorgt sein wie für Rückfahrmöglichkeiten nach Pfullendorf oder zum Kloster Wald. Um Erscheinen und Anmeldung unter kontakt@via-beuronensis.de oder 07466 / 92 74 12 wird freundlich gebeten.
6. Juni 2009 09:00 bis 17:00
Am 6. Juni 2009 bietet die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft einen Pilgertag von Meßkirch nach Pfullendorf an. Die PilgerInnen treffen sich um 9 Uhr in der Pfarrkirche Meßkirch zum Pilgersegen und begeben sich auf den ca. 10 km langen Weg nach Wald. Dort ist Mittagsrast in und um das Gasthaus “Zum Lamm” (ein Pilgerteller wird angeboten). Anschließend ist Kirchenführung in der restaurierten Klosterkirche St. Bernhard.
Der zweite Teil des Pilgertages führt in 9 km zur Pfarrkirche St. Jakobus in Pfullendorf, wo der Pilgertag mit einer kleinen Andacht schließt. Von Pfullendorf wird Bustransfer nach Meßkirch angeboten. Informationen über Pilgerbeleiter Hugo Bechinger Tel. 07552/6123.
Jenseits von marktschreierischem “Hoo Hoo”, überfüllten Taschen und lichtergeketteten Lastzügen beging eine 30-köpfige Pilgergruppe am 6. Dezember das Namensfest des heiligen Nikolaus. Morgens trafen sich Mitglieder und Gäste am Kloster Wald bei Messkirch, von denen einige eine weite Anreise auf sich nahmen. Vielen Dank dafür! Pater Notker Hiegl OSB erteilte den Pilgersegen und sendete die Gruppe auf ihre 17 km lange Wegstrecke aus. Der Benediktiner betonte in seiner Andacht, dass eine Segnung zwar keine Lebensversicherung sei, doch die Bitte um wohlbehaltene Ankunft und Heimkehr biete den Schutz des dreifaltigen Gottes, in dessen Name alle unterwegs sind.

Unerschrocken von Schnee und Regen machte sich die die Gruppe die ersten 20 Minuten schweigend auf den Weg. Ziel war die neu errichtete Pilgerherberge in der Furtmühle. Sie liegt 7 km südlich von Pfullendorf am Linzgauer Jakobsweg. In Pfullendorf wurde die Gruppe von Pfarrer Albert Eckstein zum Gebet erwartet. Auch Pfullendorf ist ein traditioneller Pilgerort. Ausdruck findet dies im Patrozinium der Stadtkirche, die dem Reiseheiligen Christophorus und dem Pilgerapostel Jakobus geweiht ist, der auch im Mittelpunkt der mittäglichen Andacht stand.

Nach einem einfachen Pilgermahl und zwei weiteren Stunden in Feld, Wald und Wiese erreichte die Pilgergruppe ihr Ziel, wo rund 20 weitere Gäste und Vertreter der Presse warteten. “Es ging uns gar nicht so sehr darum, unbedingt etwas anderes am Nikolaustag zu machen. Der Pilgertag mit der Segnung der Herberge hat sich durch unsere gegenseitigen Einlassungen gestaltet und ist eine Frucht aus den Bemühungen der letzten Jahre”, betont Bruder Jakobus Kaffanke von der Erzabtei Beuron. Der Geistliche Beirat der kirchlichen Gemeinschaft, Pater Stephan Petzolt OSB, ebenfalls vom Kloster Beuron, leitete die Zeremonie zur Einsegnung der Pilgerherberge.

Hierbei traf die Betonung klösterlicher Riten auf die volksfrömmige Rustikalität der Pilgerherberge, die eine ungewöhnliche Begegnung hervorbrachte. Ganz ohne Geschenke musste die Feier trotz ihres nichtkommerziellen Charakters nicht bleiben: Die Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft überreichte Wegschilder und eine bäuerliche Hinterglasmalerei des Heiligen Nikolaus. Weihrauch und Teeduft durchzogen dann auch die Räume, als das Vesperbuffet eröffnet wurde. Pilgertag und Segnung waren eine gemeinsame Initiative der Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft und den Pädagogen Evamaria und Claus Höffer, die in der Furtmühle leben. Die Frage nach der Motivation, die Pilgerherberge dem Bischof von Myra zuzueignen, beantwortet Herbergsmutter Evamaria Höffer: “Die Furtmühle ist nicht nur Pilgerherberge, sondern vorwiegend Lebensraum für Kinder und junge Menschen, die durch die Jugendhilfe auf unserem Tierbauernhof unterstützt werden. Nikolaus von Myra ist ja Patron der Kinder. Weniger bekannt sind hingegen seine Patronate beispielsweise der Müller, der Schüler, der Steinmetze und Bauern. Und er ist auch einer der Pilgerpatrone. Bei so vielen Gemeinsamkeiten hat es sich förmlich aufgedrängt, die Herberge dem Geist des Heiligen Nikolaus zu überantworten.”
6. Dezember 2008 09:30 bis 18:30
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Ein Führer zu Natur, Wirtschaft, Geschichte und Kultur

Dieses Handbuch ist zwar keine Rarität, aber eine Seltenheit. Denn es führt Themen zusammen, die üblicherweise in getrennter Form dargeboten werden. Den Machern - Landrat Dirk Gaerte und Kreisarchivar Edwin Ernst Weber - gelingt mit ihrem Autorenteam ein kompakter Überblick über den Dreiländerkreis. In erster Linie handelt es sich um einen politischen, historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Navigator durch den Kreis, dessen ungewöhnlicher Charakter durch die drei ehemaligen Länder Württemberg, Baden und Hohenzollern geprägt ist.
Die Redaktion ging dabei den Weg vom Allgemeinen ins Konkrete. Zunächst wird prospektiv der gesamte Landkreis in seiner historischen und gegenwärtigen Verfasstheit beschrieben, ehe sämtliche politischen Gemeinden portraitiert werden. Der Aufbau dieser Portraits folgt dabei den fachlichen Blickwinkeln, wie sie in den allgemeinen Artikeln über den Landkreis präsentiert wurden. Der Gang durch die Zeiten beginnt vor- und frühgeschichtlich, führt über die archäologischen Begebenheiten zu den historischen und kulturellen Zeugnissen und mündet über die Sehenswürdigkeiten zu den bekannten Persönlichkeiten der einzelnen (Teil-)Orte. Auffallend angenehm ist dabei die sorgfältige Bildauswahl, die auch visuell einen Einblick in die Schätze der Region bietet. Die gut organisierten Beschreibungen werden ergänzt vom zahlenmäßig durch die Persönlichkeiten dominierten Register. Diese Ordnungsprinzipien erleichtern die Orientierung in einem Landkreis, der trotz seines ländlichen Raumes mit vielen prägenden und komplexen Zusammenhängen aufwarten kann.
In der Umschlagtasche findet sich eine Karte des kompletten Landkreises, in die auch der Jakobsweg eingezeichnet wurde. Allerdings fehlt ein Stück des Hohenzollerichen Jakobsweges zwischen Burladingen und Veringenstadt, vermutlich weil sich die Redaktion auf den Jakobsweg aus Reutlingen über Gammertingen und Hettingen festgelegt hat. Doch es bleibt nicht beim Jakobsweg. In dieser Karte sind auch andere Wander-, Rad und Kulturwege eingezeichnet wie die oberschwäbische Barockstraße oder der Hohenzollernweg. In den Darstellungen der Städte finden sich weitere Karten der Ortszentren. Ein rundum gelungenes Buch, für einheimische und Gäste gleichermaßen geeignet. Es spiegelt, dass im Landkreis die Vielfalt dessen zusammengefunden hat, was sich über Jahrhunderte geprägt hat, früher aber durch zahlreiche Grenzen getrennt war.
- Dirk Gaerte (Hrsg.)/Edwin Ernst Weber (Konz.): Der Dreiländerkreis Sigmaringen
- Meßkirch, Gmeiner, 2007
- Broschiert, vierfarbig mit zahlreichen Abbildungen, ca. 420 Seiten
- Format: 12,0 x 21,5 x 2,2 cm
- ISBN: 978-3-89977-512-9
- 14,90 Euro
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