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Alle Beiträge zum Stichwort Rottenburg

St. Meinrad (Meginrat)

neogotische Skulptur Der heilige Meinrad im Altar der Pfarrkirche von Vilsingen

Wer sich von Tübingen auf dem Jakobsweg Richtung Konstanz und weiter zum Kloster Maria Einsiedeln auf den Weg macht, bewegt sich zugleich entlang der Lebensstationen des Hl. Meinrad (* um 797 in Sülchen; † 21. Januar 861 in Einsiedeln). Der Weg von Rottenburg bis in die Benediktinerabtei könnte eigentlich auch Meinradsweg genannt werden.

Meinrad von Sülchen

Sein namensgebender Geburtsort Sülchen bzw. das Sülchgau ist lokal im wesentlichen das Gebiet der heutigen Stadt Rottenburg. Erhalten geblieben ist diese Bezeichnung in der Sülchenkirche, der Grablege der Rottenburger Bischöfe. Auch das noch junge St. Meinrad Gymnasium in Rottenburg erinnert an den heiligen Benediktiner und seinen späteren Beruf als Lehrer. Er selbst verliert Familie und Heimatregion früh.

Meinrad von Reichenau

Als etwa Fünfjährigen bringt ihn sein Vater in die Klosterschule auf der Reichenau. Nach seiner Schulzeit studiert er die Heilige Schrift und wird mit 25 Jahren zum Priester geweiht. Auf Anraten seines Onkels, dem Abt Erlebald, tritt er ins Kloster Reichenau ein und legt die Profess ab. Sein Abt schickt ihn in das Priorat Benken am Zürichsee, wo er an der Klosterschule unterrichtet. Doch sein Bedürfnis nach Einsamkeit und Gebet lässt ihn zunehmend an einen Gang in eine Einsiedelei denken. Nach reiflicher Prüfung und mit der Erlaubnis seiner Oberen gründet er auf der anderen Seite des Sees, auf dem Etzelpass, seine erste Klause. Schnell erkennen die Menschen seine geistlichen Fähigkeiten und suchen seinen Rat. Daneben versorgt er Bedürftige.

Du gehst durch die Wüste in deiner Hütte,
hast Himmel und Meer in ihr eingefangen.
Heiliger Meinrad,
du bist in die Mitte,
in Ursprung und Ziel allen Seins eingegangen,
Gott, dem Dreieinen, zu Lob und Preis.

Von Sternen und Winden lernst Du das Rauschen
auf Himmel und Meer, die im Innern sangen.
Gott wohnt ja immer
im heimlichen Rauschen.
So hast du im Schweigen die Weisung empfangen,
Ihm, dem Dreieinen, zu Lob und Preis.

Du bist, an den stetn Tod hingegeben,
durch Himmel, durchs Meer dunklen Leids gegangen.
heute umbraust ein Geläut’
und ein Leben dein Grab,
wo sie Jahre und Zeiten durchdrangen,
Gott, dem Dreieinen, zu Lob und Preis. Amen.

Hymnus aus der Abtei Münsterschwarzach

Meinrad von Einsiedeln

Doch durch diesen Erfolg gerät sein Ziel, verstärkt für Gebet und Schriftlesung zu leben, ins Hintertreffen. Er zieht sich noch weiter zurück in den Finsterwald, wo er am Rande einer Lichtung seine zweite Einsiedelei errichtet. Sie ist schwerer zugänglich, so dass die Zahl seiner Gäste und sein Gebetsleben nicht in dem Maße in Konflikt gerät wie auf dem Etzel. Sein geistliches Leben ist geprägt von strenger Askese nach dem Vorbild der alten Wüstenmönche. Seine Abgeschiedenheit ist für den weltlichen und kirchlichen Zeitgeist gleichermaßen ungewöhnlich. Dennoch strahlt sein Leben zurück in die Welt. Sowohl in die Ratsuchenden und Hilfsbedüftigen als auch in sein Professkloster auf der Reichenau.

Holzschnitt: Ermordung Meinrads

Sein Gleichmut gegenüber Eigentum verhindert nicht, dass er viele Geschenke erhält. Gerüchte über Schätze in seiner Klause entstehen. Nach 26 Jahren in der Einsamkeit suchen ihn der Legende nach am 21. Januar 861 trotz der unwirtlichen Jahreszeit zwei Männer auf. Er durchschaut sie, bewirtet sie dennoch und wehrt sich nicht. Sie erschlagen ihn aus Habgier.

Klosterwappen Maria Einsiedeln

Eine Keule als Attribut erinnert an seine Ermordung. Doch die Mörder kommen nicht davon. Meinrad lebt mit Raben in seiner Einsiedelei. Zwei von ihnen folgen den Schuldigen, bis sie erkannt, verhaftet und zum Tode verurteilt werden. Daran erinnern bis heute die Raben im Wappen von Kloster und Stadt Einsiedeln. Das Wirken des Heiligen Meinrad führte an der Stelle seiner Einsiedelei zur Gründung des Klosters Maria Einsiedeln. An seinem Todestag wird sein Gedenken gefeiert.

Lesetipps

Winterwandern auf dem Jakobsweg von Neckartailfingen nach Rottenburg

Andrea Bachmann aus Tübigen lädt wieder zu einer Pilgerei rund um Tübingen ein.

Samstag, 30. Januar 2010
Von Neckartailfingen nach Tübingen

Von der schönen romanischen Martinskirche in Neckartailfingen mit ihren beeindruckenden Wandmalereien führt uns der Weg über den Einsiedel und das ehemalige Zisterzienserkloster Bebenhausen nach Tübingen. Eine durchaus sportliche Herausforderung mit viel Kunst und Geschichte in schöner Landschaft. Wir treffen uns um 8.30 Uhr vor der Martinskirche in Neckartailfingen. Bahnfahrer aus Tübingen können sich um 7.15 Uhr am Hauptbahnhof Tübingen (Haupteingang) treffen.

Sonntag, 31. Januar 2010
Von Tübingen nach Rottenburg

Am nächsten Tag geht es weiter, über den Spitzberg, die Wurmlinger Kapelle und den Rottenburger Dom bis zur Wallfahrtskiche im Weggental. Lassen Sie sich ein auf einen Weg, der Sie bewegen wird und auf das Erlebnis der Pilgergemeinschaft, üben Sie sich im achtsamen Gehen und entdecken Sie Neues in einer eigentlich vertrauten Umgebung. Wir treffen uns um 8.30 vor der Jakobuskirche in Tübingen.

Unterwegs wird aus dem Rucksack gevespert, in Tübingen oder Rottenburg gibt es die Möglichkeit, einzukehren.

Beide Wandertage können selbstverständlich auch einzeln gebucht werden. Die Buchung erfolgt ausschließlich über die Volkshochschule Tübingen:

Auf der Via Beuronensis von Tübingen nach Hechingen

6. Juni 2009 08:00 bis 7. Juni 2009 18:00

Pilgertage am 6./7. Juni mit Bruder Jakobus

Der Jakobsweg wird auch „Sternenweg“ genannt und das Symbol der Muschel erinnert uns an das Aussehen eines Sternes. Dabei denken wir dann vielleicht an die Hl. Könige aus dem Morgenland (Osten), die dem Stern folgend nach Westen ziehen, um den Messias, den neugeborenen König des ewigen Reiches zu suchen. Auch die Jakobspilger machen sich jährlich neu auf den Weg, um diesen König des ewigen Lebens zu finden, im Außen des Pilgerweges und im Inneren des Gebetes. In diesem Jahr pilgern wir auf dem Jakobsweg von Tübingen über Rottenburg nach Hechingen. Wir gehen durch eine schöne Landschaft, besuchen alte Kapellen (Wurmlingen), große Kirchen (Rottenburg, St. Martin und Hechingen, St. Jakob) und bilden eine Gemeinschaft des Staunens, des Gesprächs und des Schweigens.

  • In Zusammenarbeit mit: Kath. Bildungswerk Balingen
  • Weitere Info: Frau Grau: (0 74 33) 2 02 51
  • Ort: Bahnhof Balingen
  • Zeit: Samstag, 6. Juni, 8.00 Uhr bis Sonntag, 7. Juni, ca. 18.00 Uhr
  • Unkostenbeitrag: 28.- Euro für Busfahrt nach Tübingen, Übernachtung und Imbiss
  • Anmeldung: Über das Anmeldeformular des Katholischen Bildungswerkes

Buchbesprechung: Andrea Bachmann: Wallfahrtsorte zwischen Neckar und Bodensee

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Einladung auf den Jakobsweg von Tübingen nach Rottenburg

31. Januar 2009 09:00 bis 16:00

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Pilgerherberge Frommenhausen

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Buchtipp: Umschlag Fredy Meyer Buch